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Kontakt:


Knaackstraße 22 – 24
10 40 5 Berlin
Telefon: 030 / 44 13 39 9
Telefax: 030 / 44 04 65 1 8
Internet: www.restaurant-pasternak.de
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.


Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag ab 10.00 Uhr
Reservierungen: freitags und samstags nur bis 21 oder ab 21 Uhr
sonntags keine Reservierung für den Brunch


Restaurant Pasternak


Ein altes russisches Sprichwort besagt: Nach einem guten Essen ist der Mensch klüger. In welchem Sinne freilich, das überlässt es jedem selbst. Doch spricht ein gutes Essen zweifellos für seinen Koch, verrät eine gute traditionelle Küche immer etwas von der Kultur und den Sitten eines Volkes. Staunen aber, so der russisch-jüdische Autor Boris Pasternak, sei der erste Schritt zu einer Entdeckung. Das nach ihm benannte Café und Restaurant lädt zu einer solchen Entdeckung ein.


Durch eine massive Tür betritt man die Welt eines russischen Wohnzimmers, welches sich in seiner Gemütlichkeit auch von einer eher wuchtigen Holztheke nicht stören lässt. Die Wände sitzhoch holzvertäfelt, darüber im Biedermeier-Stil gestreift tapeziert, strahlen Behaglichkeit aus. Russische Dichter, Lyrikerinnen , Denker und Denkerinnen schauen aus ihren Rahmen herunter, Kronleuchter strahlen von der Decke. Platz bieten samtbezogene Stühle, den eigenen, gewünschten, hat man besser vorher reserviert: Zum Beispiel für ein Frühstück, das von Montag bis Sonnabend zwischen 09.00 Uhr und 15.00 Uhr à la carte angeboten wird, sonntags zwischen 10.00 Uhr und 15.00 Uhr als Buffet für 12,40 Euro pro Person.


Sirnike, die russischen Quarkpfannkuchen kosten 5,00 Euro; Sirny Saftrak, das Käsefrühstück, kann man für 7,00 Euro, das deftige Kolchos-Bauernfrühstück für 6,50 Euro und ein Fischfrühstück namens „Schwarzes Meer“ für 8,00 Euro genießen. Man kann im Vorspeisenangebot durch gesellschaftliche Kategorien „Proletariat“, „Bauer“, Intelligenz“ und Kollektiv“ reisen oder man entscheidet sich für eine der in 6 Varianten angebotenen russischen Pfannkuchen Blini (einst für die Seelen verstorbener Vorfahren bestimmt). Die Karte für die Salate und Hauptgerichte schult nebenher geographische Kenntnisse.


Eine weitere Möglichkeit ist die, sich für eine der Suppen, Borschtsch oder Soljanka, zu entscheiden, und im Hauptgang für das Boeuf Stroganoff. Wie der Name schon verrät, hat diese Spezialität einen französischen Ursprung. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts sicherten sich reiche Adelsfamilien, so auch die Stroganoffs, in Sankt Petersburg und der Zarenhof die Dienste französischer Köche. Diese bereicherten die russische Küche unter anderem durch die Kreation von Saucen auf Sahnebasis, welche die ursprüngliche Volksküche nicht kannte. Die Vorspeisen bewegen sich preislich zwischen 6 und 10 Euro, die Hauptgerichte zwischen 11 und 20 Euro. Auf der umfangreichen Speisekarte finden sich gleichsam jüdische Spezialitäten wie „Fluden“, ein Kirschstrudel an Zimteis, Esik-Fläisch“, geschmortes Rindfleisch in süß-saurer Pflaumensauce oder „Latkes“, Kartoffelpuffer mit Lachs und Meerettich. Dies mag erst einmal überraschen, erklärt sich aber nicht zuletzt in Anbetracht der örtlichen Nähe zur größten Synagoge Deutschlands. Für Feinschmecker, die mit der traditionellen russischen bzw. jüdischen Küche wenig vertraut sind, hält das Haus variationsreiche Menüs bereit, also jeweils eine bereits festgelegte Vorspeise, eine Suppe, ein Hauptgericht und ein Dessert für insgesamt 22 bis 25 Euro pro Person.


Im Pasternak kreuzen sich die Wege von Synagogen-Besuchern, Touristen und Nachbarn. Die Gäste sind nicht selten international, selbst die Prominenz schaut ab und an vorbei, so der Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse und der bekannte Gourmet Alfred Biolek. Und wie in einem guten Sankt Petersburger Restaurant gibt es auch im Pasternak hauseigenes Bier, Wodka und abendlich einen Klavierspieler bzw. unangekündigte Straßenmusik in der warmen Jahreshälfte, in der eine große Terrasse des Restaurants zum gemütlichen Genuss im Freien einlädt. Specials wie das Silvestermenü bei Klaviermusik werden auf der Website angekündigt.


Das Restaurant gehörte am 15.10.2010, dem Tag des Weißen Stockes, zu den Gastgebern der „Kulinarischen Weltreise“.


Wegbeschreibung vom Zentralpunkt/Sternverteiler Wörther Straße/Kollwitzstraße zum Restaurant Pasternak, Knaackstraße 22-24, 10 40 5 Berlin.


Begriffserklärungen und Erläuterungen zu den Wegbeschreibungen finden Sie hier auf unserer Seite.


An der Straßenkante orientieren. Wenige Schritte weiter (Achtung: linker Hand Infostele!) bis zur Unterbrechung der Straßenkante.


Links entlang. Linker Hand Kollwitzstraße. Wenige Schritte weiter. Achtung: Poller! Die Wörtherstraße ist wie eine Einfahrt gepflastert. Die Wörtherstraße überqueren. Achtung: Poller! Linker Hand Kollwitzstraße. Rechter Hand Kollwitzplatz mit Kinderspielplatz. Etwa 100 Meter weiter bis zur Pluskreuzung Kollwitzstraße/Knaackstraße. Poller. 180-Grad-Drehung. Rechter Hand Kollwitzstraße. Wenige Schritte weiter. Rechts entlang. Rechter Hand Knaackstraße. Wenige Schritte weiter. Achtung: Poller! Die Kollwitzstraße überqueren. Achtung: Poller! Rechter Hand Knaackstraße. An der Straßenkante orientieren. Einige Meter weiter bis zur Unterbrechung der Straßenkante .Links orientieren. Etwa 130 Meter weiter (Achtung: Häuserkante möbliert und Baumscheiben! Straßenkante mit brusthohem Mülleimer und Parkscheinautomat!) bis zur T-Kreuzung Knaackstraße/Knaackstraße. Links entlang. Rechter Hand Knaackstraße. Links orientieren. Wenige Schritte weiter bis zur Häuserkante. Links orientieren. Wenige Schritte weiter (Achtung: Terrasse möbliert!) ist das Restaurant Pasternak.


Zwei flache Stufen. Glasholztür. Vertikaler Messinggriff.