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Das Feuerwehrmuseum


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Das Feuerwehrmuseum befindet sich in Berlin Tegel in der Nähe der Borsighallen. Aufmerksam wird man sofort durch ein besonderes Ausstellungsstück, das vor dem Museum steht. Seit 2005 befindet sich dort der erste Rettungshubschrauber, eine BO 105, der in Berlin eingesetzt wurde. Ab 1987 flog er zunächst unter amerikanischer Flagge in West-Berlin, ab 1990 dann im gesamten Stadtgebiet. Gleich daneben ragt aus der Häuserecke des Museums ein halber Krankenwagen der Feuerwehr hervor. Er wurde natürlich nur an die Wand angesetzt, vermittelt aber den Eindruck als käme er direkt aus dem Haus gefahren.


In das Museum, welches im zweiten Stock der Feuerwache Tegel ansässig ist, gelangt man über das Treppenhaus. In diesem riecht es wie nach einem Brand und in einer Wand des Treppenaufganges steckt auf ungefähr zwei Metern Höhe eine Axt in der Wand.
Im zweiten Stock kommt man zur Anmeldung und dem Kassenbereich.


Die Berliner Feuerwehr ist die älteste und bis heute größte Berufsfeuerwehr in Deutschland. Sie wurde 1850 bis 1851 gegründet. Seit 1912 sammelten einzelne Feuerwachen Museumsstücke, die dann 1983 in den ehemaligen Schulungsräumen der Feuerwache Tegel zusammengeführt wurden. Das war der Beginn des Museums.


Das Feuerwehrmuseum Berlin ist in unterschiedliche Ausstellungsbereiche gegliedert. Uniformen und technisches Gerät aus den letzten 350 Jahren der Feuerwehrgeschichte der Hauptstadt und seiner Umgebung werden gezeigt, angefangen mit der Brandbekämpfung in der Zeit der ersten Feuerordnungen um 1650 bis zu den heutigen Einsätzen.


Im Rahmen einer Führung kann man anhand funktionstüchtiger historischer Feuermelder erleben, was nach einer Feuermeldung passierte. In einem Raum mit speziellen Geräten kann man sich selbst der Prüfung unterziehen, mit der angehende Feuerwehrleute einst auf ihre körperliche Eignung für den Beruf untersucht wurden. Die Ausstellungsstücke können zum Teil ertastet und teilweise sogar ausprobiert werden.


Die Mitarbeiter sind auf Führungen für Blinde und Sehbehinderte eingestellt. Führungen müssen aber generell angemeldet werden und die maximale Gruppenanzahl liegt bei 25 Personen mit zwei begleitenden Feuerwehrmännern.