Inhalt

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

Kontakt: Audiodatei zum Download (mp3 - 202 kB)
Text: Audiodatei zum Download (mp3 - 910 kB)


Kontakt:


Klang-Holz e. V.
Haus Vier, Erdgeschoss, Raum 102/104/105
Telefon: 030 / 35 40 62 20


Internet: www.klang-holz.de
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.


Klang-Holz e. V.


„Es gibt keine unmusikalischen Menschen!“ Jeder hat diesen Satz schon einmal gehört - oder sich anhören müssen. Dass an der Behauptung wirklich etwas dran ist, zeigt der Verein Klang-Holz, indem er Kindern und Erwachsenen die Möglichkeit bietet, durch Baukurse und Musizierkreise ihr musikalisches Talent zu erproben. Beinahe täglich gibt es Angebote wie „Offene Werkstatt“, „Offenes Musizieren“, „Gitarrenbau“, „Trommelgruppe“, „Mittelaltergruppe“. Über die genauen Zeiten, Unkostenbeiträge und Altersgruppen informiert die Homepage des Vereins.


Wer nur mal schnuppern und plaudern möchte oder gerne still im Hintergrund beobachtet, dem sei das Café Klang-Holz empfohlen, das an jedem ersten Samstag im Monat von 15.00 bis 18.00 Uhr stattfindet. Selbstverständlich ist auch dort das Mitmusizieren ohne Gebühren erlaubt. Und am besten spielt es sich auf einem selbstgebauten Instrument. Dafür gibt es den Werkstattraum, der an eine Tischlerei erinnert: Im Prinzip kann jeder durch Sägen, Feilen, Bohren, Schleifen und Verkleben sein eigenes Instrument bauen. Die notwendigen Tischlerwerkzeuge sind vorhanden, man sollte sich diese aber nur von einem anwesenden Holzbauer in die Hand geben lassen.


Die Bandbreite der Instrumente reicht von Rasseln und Klanghölzern über Panflöten und Trommeln bis zu Gitarren und Streichinstrumenten. Es sind Instrumente mit klangvollen Namen wie Chrotta, Lyra, Viotta, Cister, Dulcimer, Wappengitarre. Die Geschichte solcher Instrumente lässt sich über Jahrhunderte verfolgen, manche sind in Vergessenheit geraten oder waren in unseren Breitengraden nie bekannt. Dem will der Verein durch Nachbau abhelfen. Aber auch alten Originalen, welche nur noch Missklänge von sich geben, kann geholfen werden. Mehr noch: Instrumente werden auch neu entwickelt und gebaut. An dieser Stelle sei auf die so genannte Spandauer Handtrommel verwiesen, eine Entwicklung des bereits 2006 verstorbenen Vereinsgründers und Spiritus Rector der Klangwerkstatt Norbert Drobisch, seines Zeichens ein Volksmusikant im besten Sinne des Wortes, dazu Instrumentenbauer und nicht zuletzt Instrumentenforscher.


Vom Wirken und der Resonanz all der Aktivitäten des Vereins kann man sich im Musikraum überzeugen. Zum einen wird dort Musik gespielt, zum anderen hängen alle möglichen Instrumente dicht an dicht an den Wänden.


Leider dürfen nicht alle Instrumente angefasst werden, da sich ein Teil in Privatbesitz befindet. Aber es bleibt genug zum Betasten und Bespielen, sei es mit oder ohne musikalische Vorbildung. Eine Voranmeldung ist erwünscht, falls ein Teil angefasst oder vorgespielt werden soll. Dazu wenden Sie sich bitte an Nadya Dittmar, die einen großen Teil aller Veranstaltungen organisiert und umfassend über die Werkstatt und ihre Aktivitäten berichten kann.


Im Flur sind einige Instrumente an der Wand befestigt, welche von jedermann angefasst werden können, sofern sie sich nicht unter Glas befinden. Besonders verwiesen sei auf eine Reihe von Orgelpfeifen aus dem 19. Jahrhundert, ein so genanntes Register, welches aus einer Brandenburger Kirche vor der Vernichtung gerettet wurde und mittels eines Schlauches durch Mundbeatmung auch zum Klingen gebracht werden kann.